Der Freundeskreis der Jakobswege in Norddeutschland und die Region Norddeutschland in der Deutschen St. Jakobus- Gesellschaft e.V. verstehen sich als norddeutschen Beitrag zur europäischen Jakobspilgerbewegung.
Mit dem Projekt Wege der Jakobspilger in Norddeutschland soll das Pilgern aus unserer Region nach Santiago de Compostela durch die Entwicklung von Infrastruktur gefördert und erleichtert werden. Zu diesem Zweck werden er in enger Anlehnung an die historischen Wege landschaftlich schöne und gut gangbare Routen festgelegt, markiert und beschrieben. Gemeinsam bemüht man sich auch um Gastfreundschaft für die Pilger in Form von Pilger-unterkünften sowie um geistliche Angebote wie Gottesdienste, Andachten und Pilgersegen. Gefördert werden soll insbesondere auch die Begegnung mit Pilgern aus Skandinavien und dem östlichen Ostseeraum.
Erste Mitgliederversammlung des Freundeskreises mit Teilnehmern aus Norddeutsch-land, Dänemark, Schweden und den Niederlanden. Es werden die Eckpunkte der zukünftigen Arbeit festgelegt.
Die auf den Weg gebrachten Projekte erfordern ein Überdenken der bisherigen Struktur. Die 2. Mitgliederversammlung beschließt, statt der Gründung eines eigenen Vereins mit ihren zur Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft e.V. gehörenden Mitgliedern eine Region Norddeutschlandin derDeutschen St. Jakobus-Gesellschaft e.V. zu gründen.
Die anwesenden Mitglieder der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft mit Wohnsitz in den 5 norddeutschen Bundesländern beschließen einstimmig die Gründung der Region Norddeutschland. Der Initiator des Freundeskreises , Bernhard Weber, wird zum Regionalbeauftragten gewählt. Der "Freundeskreis derJakobswege in Norddeutschland" und die "Region Norddeutsch-land in der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft e.V." führen das Projekt "Jakobswege in Norddeutschland" nunmehr gemeinschaftlich fort.
Im St. Petri-Dom wird der erste durchgängige Weg in Norddeutschland von der dänischenGrenze nach Osnabrück mit einer ökumenischen Festandacht feierlich eingeweiht . Damit sind die Pilgerwege Skandinaviens nach 500 Jahren wieder mit den rheinisch-westfälischen Wegen verbunden.
Im Rahmen der Aktion EUROPA COMPOSTELA 2010 brachten Pilger aus Norddeutschland je einen Pilgerstab und ein Goldenes Buch aus Norwegen und Schweden, die auf ihrem Weg über Dänemark an uns weitergereicht wurden, nach Osnabrück, dem Endpunkt von OLAVSWEG / VIA JUTLANDICA / VIA BALTICA. Ab hier wurden Stäbe und Bücher in einer anschließenden Stafette auf den westfälisch/rheinischen Wegen und über Belgien, Frankreich nach Santiago de Compostela weitergetragen. Damit wurde eine der längsten Pilgerouten Europas erstmalig in ganzer Länge von Pilgern begangen!
Auf der Insel Fehmarn wird die VIA SCANDINAVICA feierlich eingeweiht. Die Initiatorin der Route, Ingeborg Helms, und eine kleine Gruppe von Pilgern macht sich auf den Weg nach nach Göttingen, eine Strecke von mehr als 500 km. Sie führen einen Pilgerstab und ein Buch mit sich, die weiter nach Santiago de Compostela gebracht und nach ihrer Rückkehr dem Bürgermeister von Fehmarn zum dortigen Verbleib übergeben werden.
Mit einem "Letter of Commitment" unterstützt die "Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V." (vertreten durch die Region Norddeutschland) die Revitalisierung des "Pommerschen Jakobs-weges" in Polen zwischen der deutsch/polnischen Grenze auf der Insel Usedom und der polnisch/litauischen Grenze.
Mit der Herausgabe eines vierteiligen Pilgerführers zur Via Scandinavicasind nunmehr alle "Wege der Jakobspilger in Norddeutschland" durchgehend markiert und beschrieben!
Eine 8-köpfige Pilgergruppe besucht Pilgerzentren in Schweden und Norwegen, um die Wege der Jakobspilger in Norddeutschland sowohl für die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela als auch nach Vadstena und Nidaros (Trondheim) vorzustellen.